Puh, ist das heiß hier! Rein in die gute Schwitzstube

Viele schwören auf regelmäßige Saunagänge, während einige sich überhaupt nicht vorstellen können, gemeinsam mit anderen nackt zu schwitzen. Bei uns erfahrt ihr, warum der Besuch im Schwitzbad für Körper und Seele eine wahre Wohltat ist.

Einfach einmal alles ausschwitzen und den Körper von innen heraus reinigen: Nach dem Saunagang und der anschließenden Eisdusche fühlt man sich wie ein neuer Mensch – körperlich und auch mental. Doch was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir in der Sauna sind?  Im THE GRAND SPA findet bis einschließlich März an jedem letzten Freitag des Monats eine Saunanacht statt. Das haben wir zum Anlass genommen, um uns einmal anzusehen, was das Saunieren so gesund macht. Doch noch einmal ganz von vorne.

Wer hat die Sauna erfunden?

Hättet ihr’s gewusst? Der Ursprung des Saunierens findet sich nicht etwa in Skandinavien, sondern im Norden Ostasiens. Die hier ansässigen Bauern erkannten bereits vor über 1.500 Jahren, welche Vorteile das exzessive Schwitzen für den Körper haben kann und entspannten nach getaner Arbeit in einem Raum mit aufgeheizter Luft.

Man weiß, dass auch die Römer regelmäßige Saunagänge machten. Viele der römischen Kaiser sprachen sich öffentlich für das Saunieren aus und ließen eine Menge Schwitzbäder erbauen. Diese Saunen waren oftmals pompöse Bauten, die nicht nur dem Schwitzen dienten, sondern auch die Macht der Kaiser demonstrieren sollten. Die Sauna der Römer nannte sich Laconicum und bestand aus einem Raum, der ein Kohlebecken in der Mitte besaß. In diesem Becken konnte trockene, heiße Luft erzeugt werden. Nach dem heißen Saunagang konnte man sich im Frigidarium abkühlen.

Trotz der Tatsache, dass regelmäßige Saunagänge bereits im alten Rom und auch im asiatischen Raum salonfähig waren, war es ein anderes Volk, das das Saunieren regelrecht kultivierte. Vielleicht ahnt ihr es schon: Es handelt sich um die Finnen.

Abschalten und etwas für die Gesundheit tun: Das geht in der Sauna.
Tom, Hannes und Nathalie vom THE GRAND SPA-Team machen euren Saunabesuch zum erholsamen Erlebnis.

Wie kam die Sauna nach Finnland?

Das Wort Sauna ist finnischen Ursprungs und heißt übersetzt „Schwitzstube“. Wir finden die Bedeutung des Namens sehr passend. Die Finnen entdeckten ihre Liebe zur Sauna durch den dort üblichen Steinhausbau und die Hitze, die in einem geschlossenen Raum erzeugt werden konnte. In der kalten Jahreszeit wurden Feuer in der Nähe der Haustür entfacht, um so das ganze Haus zu wärmen. Nachts konnte der Wohnraum durch heiße Steine aus der Feuerstelle erwärmt werden. Diese Erkenntnis war es, die die Finnen dazu inspirierte, einen Raum im Haus als Baderaum zu nutzen und diesen durch heiße Steine und Aufgüsse zu erhitzen.

Noch heute ist das Saunieren in Finnland ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens. In fast jedem finnischen Haushalt gibt es eine Sauna. Ende 2016 wurde die Anzahl der privaten und öffentlichen Saunen in Finnland auf über zwei Millionen geschätzt. Eine wahnsinnig hohe Anzahl bei einer Einwohnerzahl von 5,5 Millionen.

Die Finnische Sauna ist unter den Saunagängern besonders beliebt.
Ob Dampfbad oder Finnische Sauna: Hier ist Schwitzen angesagt.

Welche Sauna-Arten gibt es?

Die ursprünglichste Form der finnischen Sauna ist die Rauchsauna, die auf Finnisch „Savusauna“ genannt wird. In der Rauchsauna gibt es keinen Schornstein und der Ofen befindet sich mit ihm Raum. Nach draußen gelangt der Rauch über aufgeschichtete Steine durch eine Luke. Der Nachteil: Diese Art von Sauna ist ziemlich verrußt. Außerdem besteht das Risiko eines Brandes, weshalb es die Rauchsauna heutzutage fast nur noch in Museen zu bestaunen gibt. In Finnlands Nachbarland Estland sind Rauchsaunen allerdings noch in Benutzung, vor allem im Südosten des Landes. Die Besonderheit und tiefe kulturelle Verwurzelung der „Savusauna“ würdigte die UNESCO im Jahr 2014, als die estländischen Rauchsaunen in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden.

Und welche Sauna-Arten sind nun die bekanntesten?

  1. Finnische Sauna
    Kommen wir nun zur uns heute noch bekannten Finnischen Sauna. Hier sind die Schwitzbäder traditionell mit Fichtenholz ausgekleidet und kommen bei einer Luftfeuchtigkeit von 10 bis 15 Prozent auf eine Temperatur zwischen 70 und 100 Grad. Geheizt wird hier mit einem elektrischen Ofen. Außerdem gehören Aufgüsse zu einem richtigen finnischen Saunagang dazu. Diese sind allerdings ohne Aroma, das höchste der Gefühle ist hier ein Aufguss mit Birkensud.
  2. Dampfbad
    In der Dampfsauna wird es zwischen 40 und 50 Grad heiß. Die Luftfeuchtigkeit beträgt bis zu 100 Prozent und sorgt dadurch für den Dampf. Aufgrund der immens hohen Luftfeuchtigkeit werden statt Holz Fliesen oder Naturstein verbaut. Der Raum wird mit einem Heizkessel erhitzt.
  3. Infrarot-Sauna
    Wenn ihr zu den Menschen gehört, die die klassische Finnische Sauna als zu belastend für den Körper empfinden, könnte ein Infrarot-Saunagang genau das Richtige für euch sein. Hier entsteht die Hitze von 40 bis 50 Grad durch Infrarotheizelemente. Diese Art von Wärme belastet den Kreislauf weniger, dringt aber trotzdem in die Tiefen der Haut ein. Deshalb spricht man hier auch von einem Tiefenwärmeeffekt.
Einfach einmal alles herausschwitzen: Das geht in den Saunen des THE GRAND SPA.
Schwitzen ist gesund – aber was passiert eigentlich genau im Körper?

Was passiert in der Sauna mit dem Körper?

Eines sei gleich vorweg gesagt: Unanstrengend ist das Saunieren für den Körper nicht. Das ist bei Temperaturen bis zu 100 Grad ja auch kein Wunder. Wenn ihr in die Sauna geht, heizt sich erst einmal eure Haut auf 40 bis 41 Grad auf. Um gegenzusteuern und den Körper herunterzukühlen, fangt ihr an zu schwitzen. Bei der immensen Wärme ist es bis zu ein Liter Schweiß, den ihr pro Stunde verliert. Allerdings wird nicht nur eure Haut wärmer, auch die Körpertemperatur steigt um bis zu zwei Grad. Dadurch weiten sich die Blutgefäße und der Stoffwechsel kommt ordentlich in Schwung. Um bis zu 50 Prozent kann sich der Puls in der extremen Wärme erhöhen. Trotzdem sinkt der Blutdruck dadurch, dass die Gefäße erweitert sind. Für Menschen mit einem niedrigen Blutdruck kann es beim Saunieren deshalb leicht zu Kreislaufprobleme kommen.

Wenn ihr unter Herzproblemen leidet, solltet ihr ebenfalls vorsichtig sein. Das gilt vor allem für das Abkühlen nach dem Saunieren. Wenn der Körper zu schnell abkühlt, verkleinern sich die geweiteten Blutgefäße abrupt und das Blutvolumen gelangt in die Mitte des Körpers. Dadurch steigt auch der Blutdruck. Die Herzstiftung empfiehlt Risikopatienten deshalb, sich nach dem Saunieren ganz langsam herunterzukühlen. Dafür eignet sich eine lauwarme Dusche oder das Umhergehen in einem kühlen Raum. Wenn ihr ein Herzleiden habt, sprecht euch bitte mit eurem behandelnden Arzt ab, ob ein Saunagang überhaupt für euch geeignet ist.

Wie lange sollte man in der Sauna bleiben?

Für die Dauer eines Saunaganges gibt es folgende Faustregel: Ein Gang in der Finnischen Sauna sollte ungefähr fünfzehn Minuten andauern. Oftmals gibt es in Saunen auch Sanduhren, die euch anzeigen, wann die Zeit abgelaufen ist. Je nachdem, wie ihr euch gesundheitlich fühlt, könnt ihr die Zeitspanne nach eigenem Ermessen leicht über- oder unterschreiten. Nach dem Saunagang solltet ihr euch noch um die fünfzehn Minuten nehmen, um euch herunterzukühlen und auszuruhen.

Gönnt euch eine Auszeit in den Saunen des THE GRAND SPA, denn: Schwitzen ist gesund!
Der Aufguss sorgt noch einmal für eine Extraportion Wärme. © Adobe Stock, sabine hürdler

Wie funktioniert der Aufguss in der Sauna?

Wenn ihr schon einmal in der Sauna wart, wisst ihr wovon wir reden: Mit dem Aufguss wird es in der Sauna erst so richtig heiß. Das kommt daher, dass der Saunameister die Steine des Ofens mit Wasser begießt. Das Wasser verdampft und wird durch Wedeln eines Handtuchs im Raum verteilt. Durch die erhöhte Luftfeuchtigkeit verdunstet der Schweiß auf der Haut nicht mehr so gut und der Körper erwärmt sich noch mehr. Und diesem Fall ist das nicht nur eine runde, sondern vor allem auch eine gesunde Sache. Womit wir zur nächsten Frage kommen.

Was genau macht das Saunieren so gesund?

Nachdem wir uns nun die Prozesse und möglichen Risiken angesehen haben, wollen wir uns die Vorteile des Saunierens vor Augen führen. Schließlich können über 5 Millionen Finnen nicht irren, oder?

Zum einen sind regelmäßige Saunagänge gut für unser Immunsystem. Die Hitze bewirkt, dass unser Immunsystem Abwehrstoffe bildet. Wenn ihr in regelmäßigen Abständen sauniert, könnt ihr euch wirksam vor Infekten schützen.

Auch wenn ihr an einem zu hohen Blutdruck leidet, können Saunagänge wahre Wunder wirken. Es gibt mittlerweile viele Studien, die bewiesen haben, dass das Saunieren den Blutdruck auf Dauer senken kann. Dadurch, dass sich die Blutgefäße im Körper durch die Wärme erst weiten und beim Herunterkühlen wieder zusammenziehen, werden die Gefäße gewissermaßen trainiert und der erhöhte Blutdruck kann vom Körper besser ausbalanciert werden.

Noch ein Vorteil des Saunierens: Es hat eine positive Wirkung bei Hautkrankheiten. Viele Patienten, die an Erkrankungen wie Schuppenflechte, Nesselfieber oder Neurodermitis leiden, bestätigen eine Linderung im Zusammenhang mit dem Saunieren. Auch Menschen, die an Rheuma leiden, können von einer Schmerzlinderung und antientzündlichen Wirkung nach einem Saunagang profitieren. Es ist jedoch wichtig, niemals in die Sauna zu gehen, wenn ein akuter Schub vorliegt.

Nach dem Saunagang heißt es entspannen und abschalten.
Wenn ihr ein paar Dinge beachtet, wird euer Saunabesuch rundum perfekt und entspannend.

Fünf Dinge, die ihr beim Saunagang beachten solltet

Vielleicht seid ihr noch absolute Saunaneulinge und wisst gar nicht so genau, wie ein Saunagang abläuft. Hier sind einige Dinge, die ihr beachten solltet:

  1. Vor dem Saunieren duschen gehen
    Ein absolutes Muss vor jedem Saunagang ist das Duschen. Zum einen ist das aus Hygienegründen wichtig und zum anderen ist die Vorstellung, mit vielen ungeduschten Menschen auf engem Raum zu schwitzen, auch nicht besonders schön, oder? Ein weiterer Grund für das Abduschen vor dem Saunieren ist der, dass ihr somit den Fettfilm und –  wenn vorhanden – Rückstände von Kosmetika beseitigt, die eure Poren verstopfen.
  2. Nicht nass in die Sauna gehen
    Auch wenn ihr vor und nach dem Saunieren duschen geht, solltet ihr niemals nass in die Sauna gehen. Das hat den einfachen Grund, dass eure Haut viel besser schwitzen kann, wenn sie abgetrocknet ist. Und das ist ja nun genau das, was ihr in der Sauna erreichen möchtet, oder?
  3. Das Handtuch nicht vergessen
    Eine weitere wichtige Hygieneregel lautet “Schweiß gehört nichts aufs Holz!” Deshalb solltet ihr daran denken, ein Handtuch mitzunehmen, das groß genug ist, um darauf zu sitzen.

    Auch die Frage nach dem Saunieren mit oder ohne Badebekleidung sorgt immer wieder für Diskussionen. Die einen sagen, es sei unhygienisch mit Bikini und Co ins Schwitzbad zu gehen, andere argumentieren, dass der psychische Druck, sich nackt zu präsentieren, mit der Badebekleidung genommen werden könne. Wissenschaftlich wurde der Frage nach einem Richtig oder Falsch leider noch nicht nachgegangen. Laut dem beratenden Arzt des Deutschen Sauna-Bundes, sei es jedoch am besten, wenn man ungehindert schwitzen könne. Fest steht auch, dass Deutschland alles in allem eine absolute Nacktsauna-Kultur hat – genauso wie unsere finnischen Saunafreunde.
  4. Genügend trinken
    Wie schon gesagt, verliert ihr pro Saunastunde bis zu einem Liter Wasser durch das Schwitzen. Deshalb ist es wichtig, vor und nach dem Saunieren ausreichend Wasser zu trinken. Alkohol ist hingegen absolut tabu, denn er entzieht dem Körper Wasser und belastet ihn zu sehr. Mit der Wärme hat euer Körper nämlich schon genug zu tun.
  5. Nicht krank in die Sauna gehen
    Es stimmt, dass Saunieren dem Körper guttut. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man nicht krank ist. Wenn ihr mit Fieber und Co in die Sauna geht, steckt ihr nicht nur eure Mitmenschen an, sondern tut auch eurem Körper keinen Gefallen. Der Grund: Euer Immunsystem wird durch die Hitze geschwächt, dabei braucht ihr es doch gerade so dringend für die Bekämpfung von Krankheitserregern. Deshalb solltet ihr mit dem nächsten Saunagang lieber etwas warten, wenn sich eine Erkältung ankündigt.
Im THE GRAND Ahrenshoop erwartet euch Entspannung pur.
Im THE GRAND SPA könnt ihr verschiedene Saunen nutzen und eure Wellnesseinheit gleich mit einem Kurzurlaub verbinden.

Wellness & Sauna an der Ostsee

Na, habt ihr gerade Lust auf eine kleine Wellnessauszeit bekommen? Unser Insidertipp für eine Extraportion Entspannung: Nehmt doch an einer Saunanacht im Luxushotel THE GRAND teil. Diese finden wie gesagt an jedem letzten Freitag im Monat statt und haben unterschiedliche Mottos. So findet Ende Februar beispielsweise die Saunanacht „Skandinavische Nächte“ und Ende März die Saunanacht „Reise durch den Obstkorb“ statt. Apropos: Welche Saunen gibt es eigentlich im THE GRAND? Im öffentlichen THE GRAND SPA gibt es eine Finnische Sauna, eine Biosauna und ein Dampfbad. In der Beauty- und Körperwelt findet ihr Dampfbäder, ein Rasul und eine Finnische Sauna, die in die Behandlungen integriert werden.

Die THE GRAND Saunanächte lassen sich natürlich auch wunderbar mit einem langen Wochenende oder einem Kurzurlaub an der Ostsee verbinden. Mehr Informationen über unsere Veranstaltungen findet ihr hier. Wir wünschen euch eine gute Erholung und freuen uns auf euren nächsten Ostseebesuch!

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