Welt-Tattoo-Tag Es lebe der beliebte Körperschmuck!

Tattoos sind längst nichts Ungewöhnliches mehr, im Gegenteil: Die Körperbilder erfreuen sich großer Beliebtheit und werden mittlerweile auch bei vielen Arbeitgebern akzeptiert. Passend zum Welt-Tattoo-Tag erfahrt ihr bei uns mehr über das Thema.

Anker, Herzen, Rosen oder ein Schriftzug: Es gibt zahlreiche Tattoo-Motive, die sehr beliebt sind. Da bleibt nur zu hoffen, dass sich der Träger bei seiner Entscheidung sicher war, denn im Gegensatz zu einem Piercing kann ein Tattoo nicht so leicht entfernt werden. Ein Tattoo ist aber in jedem Fall kein Grund mehr, schräg angeguckt zu werden, denn das ist heutzutage ganz normal. Wir wollen uns einmal etwas genauer ansehen, wie es zu dem Imagewandel kam und wie die Tradition des Tattoostechens überhaupt entstanden ist.

Ob bunt oder in Schwarz: Tattoos sind angesagt.
Lifestyle, Erinnerung, Ausdrucksform: Ein Tattoomotiv kann ganz verschiedene Bedeutungen für seinen Träger haben.

Warum haben die Menschen angefangen, sich zu tätowieren?

Der Trend um den permanenten Körperschmuck, der in Fachkreisen auch Tatauierung genannt wird, ist nicht etwa erst im letzten Jahrhundert entstanden. Haltet euch fest: Die 5300 Jahre alte Gletschermumie Ötzi weist nämlich bereits Tattoos auf. An Ötzis Körper wurden sage und schreibe 61 Tattoos in Form von Linien, Punkten und geometrischen Figuren gefunden. Und wie wurde früher tätowiert? Die Motive wurden auf der Haut verewigt, indem sie eingeritzt und danach mittels eines Kohlepulvers gefärbt wurden.

Bleibt nur noch die Frage nach dem Warum. Die Tatsache, dass sich die Tätowierungen am gesamten Körper der Gletschermumie finden, zeigt laut Forschern, dass die Verzierungen nicht nur optische, sondern auch medizinische Gründe haben. Forscher wie Albert Zink, der am EURAC-Institut für Mumien tätig ist, vermuten, dass die Tätowierungen eine frühzeitliche Form von Akupunktur gewesen sein könnten. Die Prozedur könnte demnach dem Zweck gedient haben, Schmerzen zu lindern.

Ötzi ist aber gar nicht der erste Mensch, bei dem jemals Tätowierungen gefunden worden sind. In Oberägypten wurden zwei 5351 Jahre alte Mumien entdeckt, die ebenfalls Tätowierungen aufweisen. Eine der Mumien ist weiblich, die andere männlich. Die männliche Mumie hat ein Schaf sowie einen großen Stier auf dem Oberarm, während die weibliche Mumie eine Linie sowie Zeichen in S-Form auf der Schulter und dem Rücken aufweist. Interessant, oder?

Und welche Gründe gibt es heutzutage für ein Tattoo?

Heutzutage haben Tattoos natürlich keine medizinischen Gründe mehr. Vielmehr tätowieren sich die Menschen, weil die Motive auf der Haut ihrer Persönlichkeit, ihrem Geschmack oder einer besonderen Erinnerung Ausdruck verleihen sollen. Das kann ein Wort, ein Symbol oder ein Tiermotiv sein. Außerdem gibt es sowohl schwarze als auch farbige Tattoos. So oder so ist eines klar: Tattoos setzen ein Statement und sind ein aussagekräftiges Merkmal ihres Trägers. Von Zeit zu Zeit gibt es auch immer wieder neue Trends, was besonders beliebte Motive angeht.

Wie die Deutschen zu dem Thema Tattoos stehen, zeigt eine aktuelle Auswertung von statista zum Thema des äußeren Erscheinungsbildes. Diese ergab, dass ungefähr jeder Zehnte in Deutschland mehrere Tattoos trägt, eines haben etwa 14 Prozent der Deutschen. Allerdings zeigt die Statistik auch, dass Tattoos nicht in jeder Branche gleichermaßen akzeptiert werden. Während 86 Prozent der Deutschen sagen, dass sie sichtbare Tattoos bei Musikern akzeptabel finden, haben 66 Prozent angegeben, dass sie es nicht okay finden, einen Richter mit Tattoo zu sehen. Womit wir gleich beim Thema wären.

In der Gastronomie müssen Tattoos oftmals abgedeckt werden.
Ob Tattoos für einen Job problematisch sind oder nicht, hängt von der Branche und dem einzelnen Arbeitgeber ab.

Wie sieht es mit Tattoos im Job aus?

Wenn ihr zu denjenigen gehört, die Tattoos an gut sichtbaren Stellen tragen, habt ihr euch mit diesem Thema sicherlich auch schon einmal auseinandergesetzt. Betrachtet man das Thema Tattoos rechtlich, gilt ganz klar, dass es sich dabei um eine private Entscheidung handelt, die unter das Persönlichkeitsrecht fällt. Dabei ist die Rechtslage vergleichbar mit der Entscheidung, welche Kleidung man persönlich trägt.

Allerdings gibt es bei der Sache einen Haken: Wenn sich euer Tattoo nicht mit den Tätigkeiten eines Jobs vereinbaren lässt und eventuell wirtschaftliche Schäden nach sich zieht, wird es schwierig. Auch wenn es antiquiert erscheinen mag, sehen es einige Arbeitgeber bei viel Kundenkontakt häufig nicht gerne, wenn ein Mitarbeiter Tattoos hat. Wenn es hart auf hart kommt, können Meinungsverschiedenheiten sogar vor Gericht ausgetragen werden. In vielen Fällen wurde bereits geurteilt, dass der Arbeitgeber aus berechtigten Gründen von seinen Mitarbeitern verlangen darf, dass sie ihre Tattoos nicht zeigen. Stichwort: Ordentliches Äußeres. Dazu kann beispielsweise auch gehören, dass männliche Mitarbeiter ihren Bart pflegen beziehungsweise ganz abrasieren. Aber hängt das Ganze nicht auch ein wenig von der betreffenden Branche ab?

So, wie jeder mag: Das gilt für die Mitarbeiter des THE GRAND im Bezug auf Körperschmuck.
Wer im THE GRAND Ahrenshoop arbeitet, darf zeigen, was er auf der Haut hat. Das gilt auch für das Restaurant #herrhoshi im Hotel Seezeichen.

In welchen Branchen sind Tattoos nicht akzeptiert?

Tattoos haben schon längst nicht mehr so einen schlechten Ruf wie früher. Im Gegenteil: Sie sind ein alltäglicher Anblick, der auch viele Arbeitgeber heute nicht mehr stört. Trotzdem gibt es immer noch Branchen, bei denen ihr es bei der Arbeitssuche schwerer haben könntet, wenn ihr Tattooträger seid. Unterschieden werden muss dabei natürlich auch zwischen den gezeigten Motiven und den Stellen, an denen sich die Tattoos befinden.

Schwierig ist es oftmals immer noch bei Berufen, bei denen viel Kontakt zu Kunden besteht und eine beratende Tätigkeit vorliegt. Dies ist zum Beispiel der Fall bei Banken, Versicherungen oder Ämtern. Schlechte Nachrichten gibt es außerdem für alle, die als Flugbegleiter oder -begleiterin arbeiten möchten, denn in diesem Job sind sichtbare Tattoos ein absolutes No-Go, so klein sie auch sein mögen.

Auch bei der Polizei sind Tattoos so ein Thema für sich. Früher waren die Regelungen sehr streng, heute sind diese zumindest teilweise etwas gelockert. Berliner Polizisten dürfen ihren Körperschmuck zum Beispiel mittlerweile zeigen. Dies setzt jedoch voraus, dass die tätowierten Motive weder rassistisch noch sexistisch sind.

Wenn ihr einen Ostseeurlaub im THE GRAND Ahrenshoop plant, könnt ihr jedoch unbesorgt sein. Hotelchef Oliver Schmidt möchte nämlich, dass sich jeder so präsentieren kann, wie er sich wohlfühlt. Auch wenn das THE GRAND ein Luxushotel ist, sind Tattoos überhaupt kein Problem, und das gilt für die Mitarbeiter, die Gäste und den Chef selbst.

Oliver Schmidt vom Ostseehotel THE GRAND zeigt seine Tattoos gerne.
Oliver Schmidt ist Hoteldirektor, aber keiner von der konservativen Sorte – und genau das macht ihn so beliebt.

Oliver Schmidt: Ein Hoteldirektor mit Tattoos

Einer, der nicht in das konventionelle Bild passt, dass ihr vielleicht habt, wenn ihr an einen Hoteldirektor denkt, ist Oliver Schmidt. Seit 2012 gehört ihm das THE GRAND Ahrenshoop, das er mit viel Leidenschaft und Herz leitet. Oliver ist Visionär, kreativ, ambitioniert, bei seinen Mitarbeitern beliebt und trägt Tattoos. Kurzum: Er ist vieles, nur nicht spießig. Seinen Körper zieren jede Menge Motive, die er an Stellen hat, die er gar nicht bedecken kann. Und das ist Absicht. Denn Oliver hat sich ganz bewusst dafür entschieden, seine Tätowierungen offen zu zeigen und sie nicht unter einem Hemdsärmel verstecken zu können. Bestes Beispiel: Eine Palme, die seinen Mittelfinger ziert und ihn an das „Barfußleben“ erinnern soll. Während andere Arbeitgeber in der Hotelbranche und der gehobenen Gastronomie nicht möchten, dass ihre Mitarbeiter ihre Tattoos zeigen, gilt im THE GRAND gleiches Recht für alle. Oliver stört es nicht, wenn seine Mitarbeiter Tattoos, Tunnel, Piercings und anderen auffälligen Schmuck ganz offen zeigen. Wir finden: ziemlich cool, Herr Schmidt! Den spannenden Beitrag über Oliver Schmidt und das THE GRAND könnt ihr euch übrigens hier ansehen.

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