Tag der Floristik Ein Hoch auf die Blume!

Blumen – es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht mag. Passend dazu findet am 28.02. der Tag der Floristik statt. Bei uns erfahrt ihr, was es mit diesem „Feiertag“ auf sich hat. Außerdem haben wir uns für euch mit einem Profi unterhalten: Carolin, Hausdame und Floristin im THE GRAND Ahrenshoop.

Rosen, Tulpen und Narzissen: Sie duften, bringen einen Hauch Farbe in unser Zuhause und zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht. Blumen sind ein schönes Mitbringsel für jeden Anlass, denn mit ihrer Hilfe können wir Dinge ausdrücken, die manchmal nicht so leicht in Worte gefasst werden können. Viele gute Gründe, um Blumen und das Handwerk der Floristik am 28.02. und an jedem Tag des Jahres zu feiern. Doch wie ist dieser kuriose Feiertag eigentlich entstanden?

Wer hat den Tag der Floristik initiiert?

Der Tag der Floristik hat seinen Ursprung in den USA, wo er „National Floral Design Day“ heißt. Ins Leben gerufen wurde der Feiertag von William F. Weld, einem Politiker und Juristen. Der Republikaner war in den Jahren von 1991 bis 1997 der Gouverneur des Bundesstaates Massachusetts. Während seiner Amtszeit, im Jahr 1995, erklärte er den 28. Februar zum nationalen Tag der Floristik. Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Bezeichnung “national” wohl nicht ganz richtig ist. Der National Floral Design Day wurde zwar für Massachusetts, nicht aber für die restlichen 49 Bundesstaaten erklärt.

Warum wird der Tag der Floristik gerade am 28. Februar gefeiert?

Soweit, so gut, aber warum machte William F. Weld gerade den 28. Februar zum Floristik-Feiertag? Das Datum wurde nicht etwa willkürlich ausgesucht. Weld wählte für den Tag der Floristik das Geburtsdatum von Carl Rittner aus, auch als Carl „Mr. R“ Rittner bekannt. Mr. Rittner gründete die Rittners School of Floral Design in Boston und gilt als ein Pionier im Bereich der Floristik – Rittners Geburtstag ist also das perfekte Datum, um das Handwerk der Floristik zu zelebrieren.

Hausdame und Floristin Carolin hat den Kranz gebunden und gibt dem Adventskranz in luftiger Höhe noch den letzten Feinschliff. © Max Framke
Hausdame und Floristin Carolin sorgt zu jeder Jahreszeit für eine schöne florale Deko im THE GRAND und den anderen Ostseehotels. © Max Framke

Dürfen wir vorstellen: Unsere Floristin und Hausdame Carolin

Für Caro ist nicht nur am 28. Februar Tag der Floristik, denn sie arbeitet im THE GRAND Ahrenshoop als leitende Hausdame und Floristin. Jeden Mittwoch kommt ein LKW, der sie mit Blumen für die Hotels THE GRAND, STRANDHAUS, Künstlerquartier Seezeichen und Elisabeth von Eicken beliefert. Wir haben Carolin gefragt, wie viele Blumen sie für die verschiedenen Häuser pro Woche benötigt. Ihre Antwort? „Es ist schwierig, das genau zu sagen, da es von der Jahreszeit und Blüte abhängt. Ich schätze aber, dass es um die 250 bis 350 Stiele pro Woche sind.“ Wow, das sind ganz schön viele Blumen, oder? Und welche Blumen verwendet Carolin besonders gerne, um den schönen Ostseehotels das gewisse, florale Extra zu verleihen? „Im Frühjahr natürlich Tulpen, Traubenhyazinthen, Anemonen, Freesien und gerne Französische Tulpen mit Geäst wie Drachenweide oder Ähnlichem. Im Sommer und Herbst verwende ich gerne klassische Sommerblüher wie Rittersporn und Gladiolen. Im Winter ist dann die Zeit für Amaryllis und Christrosen.“ Gibt es auch Blumen, die ganzjährig blühen und zu dekorativen Sträußen gebunden werden können? Ja! Dazu gehören beispielsweise Gerbera, Germini, Inka-Lilien und der Prärie-Enzian.

Was uns noch interessiert hat, war die Frage nach einer besonderen Bindetechnik der Blumen. Hast du eine, liebe Carolin? „Nein, bei uns sollen die Sträuße immer möglichst natürlich aussehen, nicht zu stark drapiert oder künstlich. Ich finde es wichtig, dass der einzelnen Blüte genügend Raum gegeben wird, um auf den Betrachter zu wirken. Deshalb stelle ich für die Rezeption auch gerne sogenannte Mono-Sträuße zusammen, bei denen es dann nur eine Blütensorte gibt. Wie man beispielsweise im Restaurant oder dem STRANDHAUS sieht, sorgt ein Blumenstrauß gerade im Frühling für eine so schöne, freundliche Atmosphäre.“

Unsere letzte Frage an Carolin war, welche Blumen sie privat am liebsten mag. „Ich persönlich bevorzuge Blüten, die duften. Dazu gehören zum Beispiel Hyazinthen, Tuberosen, Flieder, Jasmin und Wicken. Ich finde einfach, dass diese Blumen ein schönes Raumgefühl erzeugen. Allerdings sollte man das natürlich in öffentlichen Bereichen meiden, da es oft Allergiker gibt oder Leute, die das nicht als schön, sondern eher als störend empfinden.“

Blumen als Mitbringsel? Das geht immer!
Hast du auch schon einmal jemanden mit einem Blumenstrauß überrascht? Die Freude war sicherlich groß! © Max Framke

Waren Blumen schon immer ein beliebtes Geschenk?

Ein paar gute Argumente für das Verschenken von Blumen haben wir euch bereits geliefert: Durch ihre schönen Farben, interessanten Blütenformen und den Duft sind Blumen ein schönes Mitbringsel zum Geburtstag oder um jemanden zu einem Erfolg zu beglückwünschen. Zum Muttertag oder Valentinstag treten ebenfalls viele von uns den Gang zum Blumenladen an. Auch eine Hochzeit ohne Blumendekoration oder den berühmten Brautstrauß ist kaum vorstellbar, oder? Aber war das schon immer so? Die Antwort lautet ja. Die Autorin Marina Heilmeyer beschreibt in ihren Büchern, dass Blumen schon seit jeher eine besondere Bedeutung für uns Menschen hatten. Im alten Ägypten verhieß der Duft von Blumen beispielsweise die Anwesenheit einer Gottheit. Auch die alten Römer schätzten kunstvollen Blumenschmuck erwiesenermaßen. Eine wahre Blütezeit erlebten Blumen darüber hinaus im Barockzeitalter, als einzelnen Sorten eine bestimmte Bedeutung zugesprochen wurde.

Es gibt sie in allen erdenklichen Farben, doch welche Bedeutung haben Tulpen?
Tulpen gehören zu den beliebtesten Blumen und gelten als Boten des Frühlings. © Max Framke

Die Bedeutung von Blumen

Na, habt ihr gerade auch zuerst an rote Rosen als Symbol für die große Liebe gedacht? Es gibt wohl kaum eine Blume, die symbolträchtiger ist als die „Königin der Blumen“. Aber wie sieht es mit anderen Blumen aus?

Bald ist der Frühling endlich da und die Tulpen stehen wieder in voller Blüte. Die schönen Frühlingsboten präsentieren sich uns in vielen verschiedenen Farben und sind besonders beliebt. In der Türkei symbolisieren Tulpen das Leben. Wenn ihr einen Tulpenstrauß verschenkt, macht ihr eurem Gegenüber eine richtige Liebeserklärung. Die Regel in der Sprache der Blumen: Je dunkler die Farbe der Blütenblätter, desto stärker sind die Gefühle. Dabei soll die schwarze Mitte der Tulpe für das Herz des Verliebten stehen. Dieses wird von den Blütenblättern mit Leidenschaft und Liebe umgeben. Romantisch, oder?

Ein wahrer Sonnenschein unter den Blumen ist die Sonnenblume. Ihren leuchtend gelben Blüten erhellen den Raum förmlich. Genau deshalb werden sie auch gerne verschenkt, um jemanden aufzuheitern und der beschenkten Person eine Freude zu bereiten. Auch die Symbolkraft der Sonnenblumen ist eine schöne, denn sie stehen für Glück, Kraft, Bewunderung und Langlebigkeit.

Besonders beliebt bei den deutschen Blumenfans ist auch die Gerbera. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben, bunt wird es aber in jedem Fall. Wenn bei euch der nächste Geburtstag ansteht, ist ein Gerberastrauß ein sehr schönes Mitbringsel. Gerberas symbolisieren nämlich Glück, Wahrheit und Zufriedenheit. Aber Vorsicht: Gelbe und orangefarbene Gerberas verschenkt man üblicherweise, wenn ein Trauerfall vorliegt. Sie sollen die gute Erinnerung und das Andenken an die verstorbene Person symbolisieren.

Was muss bei der Pflege von Blumensträußen beachtet werden?

Wenn ihr einen Blumenstrauß verschenkt oder bekommt, soll dieser natürlich auch besonders lange halten. Dafür ist es wichtig zu wissen, welche Sorten welche Pflege benötigen. So brauchen Rosen beispielsweise sehr viel Wasser, während Tulpen mit weniger auskommen. Ebenfalls wichtig: Nach dem Gebrauch solltet ihr die Vase gründlich reinigen, damit sich keine Bakterien bilden können.

Außerdem ist es wichtig, die Blumenstiele anzuschneiden, bevor ihr sie ins Wasser stellt. Der Grund: Während des Transports müssen Blumensträuße ohne Wasser auskommen und verschließen nach einer Viertelstunde ihre Membran. Dadurch wird die Wasserversorgung unterbrochen. Damit die Blumen das Wasser in der Vase wieder gut aufnehmen können, müsst ihr sie deshalb anschneiden. Dafür nehmt ihr am besten ein scharfes Küchenmesser  und setzt den Schnitt zwei bis drei Zentimeter vom Stiel an. Blumen mit einem harten Stiel werden schräg angeschnitten, während solche mit einem weichen Stiel einen geraden Schnitt bekommen.

Wir wünschen euch einen schönen Tag der Floristik!

Sagt euren Liebsten doch einmal wieder durch die Blume, wie gerne ihr sie habt. Nicht nur am 28. Februar, sondern immer mal wieder im Laufe des Jahres. Unser ganz persönlicher Tipp für ein schönes Geschenk: Ein Kurzurlaub bei uns an der Ostsee, bei dem ihr euch entspannen und den Alltag hinter euch lassen könnt – Carolins schöne Blumensträuße könnt ihr dann übrigens auch ganz aus der Nähe bewundern. Auf Wunsch könnt ihr euch einen Blumenstrauß als kleine Überraschung für eure Liebste auf’s Zimmer bestellen. Egal, ob zum Valentinstag, Jahrestag oder einfach so: Die Freude ist sicherlich groß.

Beitragbild: © Max Framke

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